Verpasst Europa die Chancen der Digitalisierung?

EuropaWährend die USA und Asien ihre wirtschaftliche Position im Netz ausbauen, verpasst Europa durch Risikofixierung, restriktive Regulierung und Passivität zunehmend den Anschluss.

Anstatt digitale Innovations- und Wachstumspotenziale wirkungsvoll zu stärken, scheint sich europäische IKT- und Netzpolitik in restriktiver Regulierung zu erschöpfen. Marktkonsolidierungen werden als Risiken betrachtet und bis in Detail von den Wettbewerbshütern geprüft. Hinzu kommen dogmatische Diskussionen zu Themen wie Vorratsdatenspeicherung und Netzneutralität. Schlüsselprojekte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft, wie die Datenschutz-Grundverordnung, die Harmonisierung des TK-Marktes oder Impulse für leistungsfähige Infrastrukturen, werden dagegen verzögert oder verwässert. Auch eine aktive Einflussnahme auf internationale Gremien, die über die Regeln im Internet entscheiden, wurde lange Zeit versäumt. Was muss Europa tun, um die Chancen der Digitalisierung künftig stärker für sich zu nutzen?

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  • Michael: Wer bei der Netzneutralität zu schnell dogmatishe Diskussionen sieht, behindert entsprechend schnel digitale Innovations- und Wachstumspotenziale. Wer die vorhandenen Möglichkeiten seiner Infrastrutur nicht möglichst vollständig nutzt, sorgt selber dafür, dass Chancen der Digitalisierung nicht genutzt werden können. ...
  • rena: Die Telekom nutzt noch nicht einmal ihr eigenes Potential. Statt das machbare anzugehen und umzusetzen, wird sich in Selbstbeschränkung und Bürokratie-Plan-Wahn verzettelt. Die Telekom selbst macht aus firmenpolitischen Gründen nicht von ihren Möglichkeiten gebrauch. Sie spricht selbst z.T. von schlechter Infrastruktur und gibt vor z.T. schlechtere Infrastruktur zu besitzen als ein dritte Welt Land. Dies alles nur um weitere Fördergelder zu erhalten. Da werden Dämpfungswerte technikfremd willkürlich festgelegt und bereits installierte Ausbaustufen nicht in Betrieb genommen. Planungen werden verzögert oder so oft verändert, dass selbst die Planer keinen Plan mehr haben. Wer einmal zu unseren europäischen Nachbarn schaut, muss sich wundern das dort Breitband überhaupt verfügbar ist. Komischer weise funktioniert dies aber im Verhältnis zur z.T. katastrophalen Infrastruktur ganz gut. Jedenfalls kommt dort keiner auf die Wahnwitzige Idee ein gegenstück zum dt. Telekom DSL-Light anzubieten. Dort nuzt man flächendeckend RAM um die Leitungen zu nutzen die vorhanden sind. Die Telekom ergibt sich aber in Wunsch- und Traum-Vorstellungen was sein könnte und nicht was ist. Dieses dumme Verhalten schafft massive Verärgerung bei fast allen Kunden. Auch preislich braucht die Telekom nicht zu jammern, sie liegt auf ähnlichen Niveau wie unsere Nachbarn, gerne auch mal darüber. Wo ich der Telekom aber recht geben muss, ist die Regulierungswut die mittlerweile das Internet in Deutschland beherrscht. Hier wurde ein neues Betätigungsfeld für Paragrahenreiter und Abmahnanwälte gefunden. Ich glaube nicht, dass nur steuerliche Gründe amerikanische Internet-Großunternehmen u.a. nach Luxembourg und Irland getrieben haben, sondern besonders auch die gefürchtete deutsche Bürokratie und die Paragraphenreiterei. ...
  • SF: Ja natürlich wird die Chance verpasst - da Breitbandausbau nur dort stattfindet wo er gefördert wird oder die Konkurrenz schon unterwegs ist, guckst der Rest Deutschlands in die Röhre. ...

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Europa darf seine Zukunft nicht verspielen

EuropaIn Europa wird wieder öffentlich über die Telekommunikations- und Internetwirtschaft diskutiert – na endlich, möchte man anfügen. Nein, es geht nicht (nur) um Netzneutralität, nicht (nur) um Datensicherheit und Konsequenzen aus den Veröffentlichungen von Edward Snowden. Und es geht auch nicht um die günstigsten Telefon-Tarife im In- und Ausland, um Roaming, nicht um die preiswertesten Vorwahlen für Telefongespräche. Es geht diesmal um den Kern dieser Industrie, in der Europa einmal führend war. Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Branche. Die Unternehmensberatung McKinsey hat in einer Studie untersucht, welchen potenziellen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt Bereiche wie Cloud-Technologie, Big Data, mobiles Internet, Cyber-Security oder auch das Internet der Dinge leisten kann. Auf mehrere hundert Milliarden wird der Beitrag taxiert. weiter lesen

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  • Uwe: Fr. Merkel hat es auf den Punkt gebracht, besser kann man es nicht ausdrücken. Gute europäische Industriepolitik hatten wir in den 90ern, bspw. die Programme JESSI und Eureka. Die Programme haben Europa in den damaligen Schlüsseltechnologien entscheidende Impulse gegeben. Nicht umsonst hatte Europa die Marktführerschaft beim digitialen Mobilfunk inne, die modernsten Netze und Endgeräte. Das meiste davon aus europäischer Produktion. Und: Die zugrunde liegenden und heute noch gültigen Standards hat Europa ganz wesentlich geprägt. ...
  • Frank: Europa sollte den Ausbau von Breitbandverbindungen weiter fördern. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland weit dahinter. Wie sollen es unsere Internet Startups mit der Konkurrenz aus Übersee mithalten wenn neue Geschäftsmodelle nicht entwickelt werden können da es zu geringe Übertragungskapatizäten gibt? ...

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Die WM im Internet: Fußball live erleben, wo und wann man will

FussballImmer schon waren Fußball-Weltmeisterschaften auch Medienereignisse. Die deutsche WM-Geschichte beginnt ja eigentlich erst mit Herberts Zimmermann berühmter Radio-Reportage von 1954 („Sechs Minuten noch im Wankdorfstadion in Bern – keiner wankt.“; übrigens mittlerweile fast komplett bei YouTube). Und auch wer wie ich knapp 30 Jahre nach Bern geboren ist, hat viele frühe Fußball-Stunden mit dem Hörfunk verbracht. Noch 1982 habe ich in der „Nacht von Sevilla“ wegen der späten Anstoßzeit heimlich am Kofferradio unter der Bettdecke gelauscht, wie Deutschland im Halbfinale gegen Frankreich einen 1:3-Rückstand in der Verlängerung aufholt und dann im Elfmeterschießen gewinnt. Ich war so übermüdet, dass ich am nächsten Tag nicht mehr wusste, ob ich das Ergebnis vielleicht nur geträumt hatte.

Gegen Müdigkeit bei nächtlichen Übertragungen hilft die Technik auch im Jahr 2014 noch nicht. Aber pünktlich zur WM in Brasilien sind auch die Bilder endgültig mobil geworden. weiter lesen

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Das Sony Xperia Z2 in Mehl paniert

Das Xperia Z2 ist das neue Smartphone-Flaggschiff von Sony Mobile mit einem 13,2 cm (5,2“) Full-HD Display. Die 20,7 Megapixel-Kamera und ein im Vergleich zu anderen Smartphones 30 Prozent größer Sensor ermöglichen gestochen scharfe Fotos auch bei schwierigen Lichtverhältnissen.

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Tarife für ländliche Gebiete – so lief der Kundenworkshop

Workshop

Es war ein Experiment. Natürlich sprechen wir mit unseren Kunden über ihre Bedürfnisse und natürlich betreiben wir intensive Marktforschung. Aber noch nie zuvor hatten wir Kunden öffentlich über unser Blog eingeladen, mit uns über die Gestaltung unserer Tarife zu sprechen. Konkret: über Call & Surf Comfort via Funk, unsere Tarife für ländliche Gebiete. Entsprechend gespannt waren wir, was uns bei unserem gestrigen Workshop in Bonn erwarten würde. Denn die Diskussion über diese Tarife begleitet uns schon lange und wird gerade auch hier im Blog sehr intensiv geführt. So viel vorweg: Die Debatte war auch gestern intensiv, aber immer konstruktiv und fair. Das, so war mein Eindruck, haben auch alle Teilnehmer so empfunden. weiter lesen

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  • Chris: Solch ein Workshop mit Kunden und Betroffenen ist eine vorbildliche Sache! Da kann man sich nur mehr davon Wünschen. Nicht jedes Unternehmen geht in so direkten Kontakt mit seinen Kunden, dafür ein großes Lob. Bitte mehr davon! ...
  • MarkF: Hallo, ich bin seit Februar 2013 LTE User im ländlichen Raum und 99% zufrieden mit der Telekom. Seit der Umstellung auf 60GB sogar 100%, da dieses Volumen für mich ausreicht. Die Hybridtechnik wäre für mich auch kein Problem und ich würde diese sogar gerne testen wenn Sie verfügbar ist. Wie lange dauert es bis die neuen LTE Tarife verfügbar sind? ...
  • Müller: Hallo Habe in einem Forum die Krönung aller Aktionen der Telekom lesen müssen: Dort wurde einem Kunden mit LTE gekündigt, damit er nach viel Ärger und Beschwerden einen teureren neuen Tarif abschließen musste mit einem Datenvolumen von wieder 30 GB -> wird dies jetzt nach und nach bei allen durchgezogen? …. Sollte man solche Aktionen nicht unbedingt unterbinden, indem man z.B. den alten Tarif einfach wieder reaktiviert wird? Die Telekom war für mich bisher sehr zwiespältig, aber dies zeigt ein eindeutiges extrem schlechtes Bild. ...

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