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Europa ist nicht hungrig genug – Eindrücke von der telegraphen_lounge

„Wir sehen die Welle nicht, die auf uns zurollt“ – für Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom, verdeckt die gute Wirtschaftslage in Deutschland den Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung. Deutsche und europäische Unternehmen, so die Einschätzung von Dr. Rohleder, sind nicht international genug, nicht hungrig genug, um weltweit in der digitalen Wirtschaft mitzuspielen. In Deutschland gibt es rund 60 000 IT-Unternehmen, so Dr. Rohleder, aber die meisten seien zu klein und hätten sich behaglich und durchaus erfolgreich in ihren Nischen eingerichtet. Sie seien glücklich, wenn der Bürgermeister sie kennt. Das müsse sich ändern. „Wir müssen die Insel der Glückseligen verlassen“, sonst werden die deutschen Unternehmen vom Markt gefegt, wie in den ersten Wellen der Digitalisierung die europäischen Gerätehersteller und dann soziale Netzwerke wie etwa StudiVZ.

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  • D. Ertel: Da muss dann aber auch die Frage erlaubt sein, ob nicht evtl. auch im Marketing kleinerer, rein Europäischer Unternehmen etwas schief läuft, oder ob vielleicht die Europäer den ITK-Unternehmen aus Übersee mehr zutrauen... wieso sonst hat Google alleine als Suchmaschine in Deutschland einen Marktanteil von über 90 Prozent? ...
  • Uli: "Datenschutz und Datenreichtum gehören zusammen"... das mag wohl stimmen, aber mit zunehmendem Datenreichtum und zunehmender Digitalisierung sämtlicher Bereiche des alltäglichen Lebens werden wir Bürger und Menschen immer gläserner - da hilft auch der beste Datenschutz nichts. Irgendeiner, der es unbedingt will, wird es immer schaffen, auf unsere Daten zuzugreifen. Ich will aber nicht, dass man weiss, welche Hosengrösse ich immer kaufe, welche Medikamente ich regelmässig schlucken muss oder um welche Uhrzeit mein Auto immer an einer bestimmten Strassenecke parkt!!! Vielleicht sollte Europa ruhig mal satt sein und weniger hungrig. Dann ist Europa in Zukunft eine Oase, wo man einfach nochmal man selbst sein kann und nicht ständig dem digitalen Striptease unterworfen ist!! ...
  • Rettenmeier, Elke Elisabeth: Hiermit melde ich mein iPad von Apple bei der Telekom offiziell ab. Die Heimleiterin mit ihrem Taem bestehlen mich! Ich moechte deswegen kein iPad mehr! Ich darf es seit gestern nicht mehr viel nutzen, ich kann nicht mal mehre Email-Kontakte haben ! Das moechte PRO SENIORE. ...

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Wir müssen die Unsicherheit aushalten – Eindrücke vom telegraphen_lunch

Gibt es die menschliche Deformation durch immer mehr Digitalisierung? Oder wie Moderator Volker Wieprecht, radioeins, (rbb), provokant formulierte: Verblöden wir durch die digitale Überforderung? Kathrin Passig, Autorin und Journalistin, bewertete die Digitalisierung vor drei bis vier Jahren noch euphorischer als heute. Jetzt ist ihr bewusst, dass Veränderungen kein Nullsummenspiel sind. weiter lesen

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  • Jörg Debus: Welch ein lächerlicher Unsinn! Das Internet 2.0 ist eine Werbeplattform. Schon deswegen, weil seine Infrastruktur zu mehr als 70% aus Werbeeinnahmen finanziert wird. Sämtliche technische Innovation ist auf die Funktionen gerichtet, die diese Werbeplattform effektiver machen sollen. Frank Schirrmacher (Mitherausgeber der FAZ) hat in seinem Buch "Payback" sehr schön dargestellt, wie die Idee einer Kommunikationsplattform in diesem Sinne vor allem von Google, Twitter & Co."weiter entwickelt" hat. Das Google ist längst "Big Brother" und das Internet 2.0 seinen Möglichkeiten manipulativer Kommunikation sind schon weit über George Orwell hinaus. ...
  • Rybarczyk: Wie immer bin ich begeistert vom Telegraphen lunch...hervorragende Ergänzung unserer Medienlandschaft. Konzept, Themenauswahl und Präsentation exzellent > weiter so! ...

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telegraphen_lunch: Digitale Deformation – Befreiung oder Kulturverlust?

480x280web--1c-Unbenannt-1Während Technologie-Gurus die Digitalisierung beinahe religiös verklären, scheinen Rechtschreibung und Kopfrechnen wie aus der Zeit gefallen. Wie verändern uns digitale Helfer und allgegenwärtiger Netzzugriff? Gewinnen wir Souveränität im Alltag oder verlieren wir elementare Kulturtechniken? Befreit uns die Chance zum permanenten Backup oder erodieren am Ende Risikobewusstsein und Aufmerksamkeit? weiter lesen

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  • Ali: Hi, danke für den tollen Beitrag. Wir leben heutzutage in einer sehr technischen und digitalen Welt. Wie alles im Leben hat das Vor- und Nachteile. Ich verwende meinen Computer und Smartphone gerne, dennoch bevorzuge ich es manche Dinge mit dem Kopf auszurechnen anstatt sie in ein Gerät zu tippen und blind auf das Ergebnis zu vertrauen. Bei sehr komplexen Berechnungen sind Computer und Taschenrechner natürlich sehr hilfreich und sinnvoll, viele Menschen rechnen jedoch nicht mal die simpelsten Zahlen im Kopf. Einige verwenden Finger wie Kinder der ersten Klasse. Das ist schon schade und ein Verlust von Kultur. Ich bin der Meinung dass nicht nur Kopfrechnen, sondern auch viele andere Talente immer mehr in den Hintergrund geraten. Ich liebe Kopfrechnen und trainiere es regelmäßig. Dazu verwende ich Mathemakustik (auch kostenlos erhältlich). Die Aufgaben werden akustisch gestellt,so trainiere ich neben dem Kopfrechnen auch noch die Konzentrationsfähigkeit. Für Interessierte hier der Link: http://www.mathemakustik.de/ ...

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Wenn Schuhe mit dem Gürtel sprechen – Eindrücke vom telegraphen_lunch

„Nach Teilen eins bis drei der industriellen Revolution – Dampfmaschine, Elektrifizierung und Globalisierung kommt jetzt mit der Digitalisierung der vierte Teil“, so  begann Moderator Volker Wieprecht, radioeins, (rbb), den telegraphen_lunch auf der CeBit 2014. Reinhard Karger, Sprecher Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), stieg in die Diskussion zum Thema Internet 4.0 und Internet der Dinge mit einigen anschaulichen Beispielen ein. „Die Dinge sagen, wer und was sie sind. Ein intelligenter Koffer, der sagt, dass Schuhe und Gürtel nicht zusammenpassen. Eine Gleitsichtbrille, die optimal aus dem bisherigen Nutzungsdaten des Brillenträgers angepasst wird und  das Tagebuch, das einem Arzt alle Informationen liefert, die er für seine Diagnose braucht.“ weiter lesen

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  • Crischo: Einerseits ist das Internet der Dinge eine spannende Sache. Zumindest in der Theorie. Entsprechend des Gewichts, das meine Waage in den Morgenstunden oder des Leibesumfangs, den mein Gürtel beim Anziehen registriert, bekomme ich eine optimierte Einkaufsliste. Oder ich muss noch nicht einmal einkaufen gehen, sondern bekomme die optimierten Lebensmittel direkt nach Hause geliefert. Das ist schon bequem. Andrerseits ist der Verlust an Selbstbestimmung gleichzeitig ein Schritt vorwärts in die Unmündigkeit und die Gefahr des Missbrauchs dieser Daten durch Dritte ist einfach nur gruselig. ...
  • Mehr: Das Internet der Dinge ist an sich ein wirklich spannendes Thema. Wie überall im leben wirds auch hier die Herausforderung darin bestehen, das richtige Mass zu finden. Einen Koffer der mich in Stilfragen berät... da kann ich gut ohne auskommen. Ausserdem bedeuten mehr Internet fähige Geräte auch mehr Daten, die mich nachverfolgbar machen... ...

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Netzpolitik muss im Fokus bleiben – Eindrücke vom telegraphen_lunch

Die Bundestagswahl ist vorüber und die Koalitionsverhandlungen laufen. Welche Rolle wird die Netzpolitik in der aktuellen Wahlperiode spielen? Diese Frage diskutierten beim telegraphen_lunch „Netzpolitik-quo vadis?“ Konstantin von Notz MdB, Mitglied der Bündnis90/DieGrünen-Bundestagsfraktion und Thomas Jarzombek MdB, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. weiter lesen

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