SIFE – Die Karten werden neu gemischt.

SIFE Team Regensburg auf der Steinernen Brücke

SIFE Team Regensburg auf der Steinernen Brücke

Bald ist es wieder soweit: It´s SIFE-Time. Vor knapp einem Jahr wurden unsere Regensburger Studenten zum National Champion gekürt. Anschließend ging es zum World Cup nach Malaysia, wo sie den Titel mit nach Hause brachten: Unvergessliche Tage für die Regensburger und die Telekom.

Die Zeit vergeht wie im Flug und schon steht der nächste Wettbewerb der Studentenorganisation vor der Tür. Die Karten werden neu gemischt. Grund genug für mich, das SIFE Team Regensburg einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Michaela Maier, Thomas Kronawitter und Ulrike Schmitz sind die neuen Teamleiter der rund 100 Regensburger Studenten. Zusammen stellen sie ehrenamtlich Projekte auf die Beine, mit dem Ziel, sozialschwächeren Menschen dabei zu helfen, ihre Potentiale zu erkennen und zu erweitern. Dabei tun sie nachhaltig Gutes für die Umwelt und die Gesellschaft.

Michaela, Thomas und Ulrike, sieben Monate ist der Sieg beim SIFE World Cup nun her. Was hat sich seitdem bei Euch im Team getan?

Thomas: Vieles! Neue Teammitglieder, neue Projekte, neue Herausforderungen. Unser Team ist von ursprünglich 20 Mitgliedern auf unfassbare einhundert gewachsen. Das ist für uns eine riesige Chance, noch mehr Projekte ins Leben zu rufen und voranzutreiben.
Ulrike: Insgesamt arbeiten wir nun an zehn Projekten von Deutschland über Europa bishin nach Afrika und der Türkei. Unsere Leute sind mit vollem Einsatz dabei und unterstützen, wo sie nur können.
Michaela: Und das ganze geht über unser Team hinaus. Durch den World Cup wurden viele Kontakte zu den anderen internationalen SIFE Teams geschlossen. Manche übernehmen unsere Projektkonzepte und kooperieren mit uns. Einfach cool.

Die Projekte sind ja auch das Thema des SIFE Landeswettbewerbs. Mit welchen tretet Ihr dieses Jahr an?

Thomas: Vier sind es an der Zahl – Spende dein Pfand, Möbel dich fit, Afrika und konFAIRtüre. Projekte wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Durch “Spende dein Pfand” werden geistigbehinderten Menschen zu einem Job verholfen, indem sie von uns aufgestellte Pfandflaschen-Mülltonnen leeren. Bei “Möbel dich fit” werden alte, nicht mehr gewollte Möbelstücke durch sozial Schwache designtechnisch aufgewertet und wieder in den Verkauf gegeben. “KonFAIRtüre” wiederum zielt auf den bewussten Verbrauch und Umgang mit Lebensmitteln ein. Aussortiertes Obst regionaler landwirtschaftlicher Betriebe wird zu leckerer Marmelade verarbeitet und verkauft.
Ulrike: Extrem spannend ist aber auch unser Afrika-Projekt. In einem Dorf in der Nähe von Kisumu am Victoriasee gibt es eine erschütternde Tradition. Verwitwete Frauen werden dazu gezwungen den nächststehenden Verwandten ihres Mannes zu heiraten. Verweigern sie dies, werden sie aus der Gemeinschaft verstoßen. Wir wollen diesen Frauen die Chance bieten, den gesellschaftlichen Zwängen zu entfliehen. Durch die eigenständige Produktion von Schmuck aus Plastik, Ton und Textilien können sie ihren Lebensunterhalt besser bestreiten und sichern sich somit ihre Eigenständigkeit.

Das ist wirklich beeindruckend. Könnt ihr das den alles so einfach neben der Uni stemmen?

Ulrike: Sicherlich ist es anstrengend, aber es macht auch wahnsinnig viel Spaß. Außerdem arbeiten wir mit vielen Kooperationsunternehmen und Lebenshilfen zusammen. Zurzeit treffen wir uns alle zwei Wochen mit unseren Business Advisoren. Auf Dr. Kirsten Löw zum Beispiel können wir jede Tages- und Nachtzeit zugehen, wenn wir Fragen haben oder ihr Feedback benötigen. Beim Afrika-Projekt werden wir ebenso vom kisumanischen SIFE Team vor Ort unterstützt. Das ist einfach goldwert.

Noch x Tage bis zum Wettbewerb. Wie ist Eure Stimmung? Und was gibt’s noch zu tun?

Michaela: Momentan arbeiten wir mit Hochdruck an der Präsentation. Mit vier Teamkollegen studiere ich zurzeit unsere Texte ein. Projekt- und Präsentationsteam arbeiten hier eng beieinander. Und durch zahlreiche Teamevents halten wir uns immer bei Laune.

Wird es wieder eine überraschende Choreografie im Kino-Stil geben?

Ulrike: Nun… die Konkurrenz ist hart. So viel kann ich schon mal verraten: Bei unserer Präsentation wird es wie immer einige Überraschungen geben.

Ich bin gespannt. Dann bleibt nur noch eine Frage: National Cup und SIFE Regensburg heißt…?

Thomas, Ulrike, Michaela: Sieg natürlich. Washington, wir kommen ;-). Nein, Spaß bei Seite. Wir freuen uns wahnsinnig auf die Wettbewerbstage, die anderen SIFE Teams wieder zu treffen und uns gegenseitig über die Projekte auszutauschen. Sieger sind wir alle und vorallem aber die “People in need”.

Der regionale Vorentscheid Nord findet am 24. Mai in Hannover, der regionale Vorentscheid Mitte-Süd am 1. Juni in Ludwigshafen statt. Am 12. und 13. Juni treten die Teams am Landeswettbewerb 2012 gegeneinander an. Der World Cup findet dieses Jahr in Washington D.C. statt.

Ich drücke dem SIFE Team Regensburg sowie allen anderen SIFE Teams fest die Daumen. Letztes Jahr konnte ich live den SIFE-Spirit vor Ort spüren und er hat mich einfach in denn Bann gezogen. Verantwortung und nachhaltiges Handeln werden auch bei der Telekom groß geschrieben. Ich persönlich finde das ein extrem wichtiges Thema, welches zwischen allen Bilanzen, Umsatzrenditen und Gewinnausschüttungen nicht vernachlässigt werden darf. Umso wichtiger, dass sich die Mitarbeiter von morgen frühzeitig damit auseinander setzen.

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