Video erklärt den Glasfaserausbau

Als wir Ende Februar zum Start der CeBIT die Pläne der Telekom für den weiteren Breitbandausbau in Deutschland vorgestellt haben, fand das in den klassischen Medien ebenso wie im Web eine breite Resonanz. Von Golem über ZDNet bis hin zum DSL-Blog reicht die Spanne derer, die das Thema aufgegriffen haben. Und natürlich gab’s im Netz und auch hier auf unserem Blog eine breite Diskussion über das Thema.

Ein wichtiger Bestandteil des Breitbandausbaus ist der Start für den Ausbau mit Glasfaser bis zum Kunden oder auch Fibre to the Home (FTTH). Bereits im November vergangenen Jahres hatte die Telekom in Hennigsdorf bei Berlin ein Pilotprojekt für den FFTH-Ausbau gestartet, im Dezember folgte dann ein Test mit der „Gigabit“-Familie in Dresden. Hier wurde der Familie Eisoldt ein Gigabit-Anschluss gelegt, mit dem sie besonders datenintensive Anwendungen testen kann. Und nun zur CeBIT gab Telekom Deutschland Vorstand Niek Jan van Damme den Startschuss für den Glasfaser-Ausbau in zehn deutschen Städten.

In einem Filmbeitrag wollen wir einmal zeigen, was die neue Technologie kann und warum wir sie als Teil unseres Breitbandausbaus einsetzen.

Und hier noch ein paar Begriffe zur Klärung:

FTTH: Fiber to the Home – Glasfaser bis ins Haus als bis zum Anschluss, das ist die höchste Ausbaustufe. Die Glasfaser ist damit durchgängig vom Endgerät bis ins Netz. Je weniger Kupfer, desto mehr Geschwindigkeit ist möglich.

FTTB – Fiber to the Building – Glasfaser bis zum Gebäude. Anschlusspunkt könnte bspw. der Keller sein, ab da – also im Haus und für die weitere Verteilung -  Kupferkabel  bis zum Anschluss des Kunden.

FTTC – Fiber to the Curb oder Cabinet – Glasfaser bis zum Kabelverzweiger, Curb bedeutet Bürgersteig, da stehen die grauen Kabelverzweiger. Ab da dann Kupfer.

Kommentare (30)

  1. Thomas sagt:

    In unserem Stadtteil wurde bereits beim Bau Glasfaser gelegt, was dazu führte, dass es viele Jahre hieß: “DSL ist hier nicht möglich, das geht nur über Kupferkabel.”
    Als dann Konkurrenzanbieter den Markt eroberten, ging Telekom DSL dann auf einmal doch. Im Moment mit bis zu 16 MBit/s.
    Kann dann in unserer Situation nicht einfach ein Softwareupdate eingespielt werden, um die versprochenen Geschwindigkeiten von über 100 MBit/s zu ermöglichen? Die Glasfaserkabel sind verlegt.

    • Michael sagt:

      Seit froh, dass ihr inzwischen eine Bandbreite von 16 MBit/s für den Download nutzen könnt.
      Anderswo liegt auch Glasfaser und ist Glasfaser-Technik vorhanden.
      Aber stellenweise ist dort noch gar nicht klar, ob jemals solche Bandbreiten angeboten werden – oder viele Jahre lang weiter nur max. 64 KBit/s (ISDN).

  2. Paul sagt:

    Und ich dachte das die gute alte Kupferleitung und Glasfaserleitung am Ende komplett von LTE ersetzt wird :D

    Netter Beitrag, doch das Video bzw. Teile davon, kenn ich irgend wie aus einem alten Beitrag schon.

  3. Interessantes Video. Wird Zeit mit dem Glasfaserausbau und hoffentlich wird das bald flächendeckend fortgesetzt, denn HD Streaming von Filmen macht mit DSL light & Co. wirklich keinen Spass. Und mit LTE mit Drosselung ab 5G kann man HD Streaming auch vergessen.

  4. DennisMD sagt:

    Gut erklärt das Video. Ich in einem Vorort von Magdeburg muss wohl noch länger auf Glasfaser warten. Ich bin schon froh, wenn in Kürze bei uns LTE ausgebaut wird. Glasfaser rechnet sich im ländlichen Bereich wohl weiterhin nicht.

  5. In Dresden surft ja bereits eine Test-Familie mit Gigabit Internet. Schade dass ich nicht so schnell surfen kann. In den letzten Jahren hatte Dresden wegen Glasfaser ja eher Pech, weil so kein DSL ging, aber nun könnte Dresden Glück haben dank der vielen Glasfaserleitungen ;-)

  6. Michael sagt:

    Auch in Dresden gibt noch Kunden ohne DSL, FTTH und vergleichbarem. Außerdem lösen vorhandene, freie Glasfaser-Fasern allein auch nicht, wenn der Rest fehlt oder nicht passt.

  7. Sergej sagt:

    Wieso fixiert ihr euch eigentilch auf Glasfasern?
    Es ist doch viel schwieriger und teurer, große Flächen mit Glasfasern abzudecken, als mal langsam in LTE zu investieren.

    Die Lizenzen wurden versteigert und der einzige Provider, der aktiv geworden ist, ist leider Vodafone mit noch viel zu teuren Tarifen.

    Wieso macht ihr nicht in die Richtung was???

  8. isnochys sagt:

    und wie bindet man dann so einen LTE Funkmasten ans Netz?

  9. Chris sagt:

    In der Regel muss der Funkmasten auch mit Glasfaser angebunden sein. Bei uns hier in Niederbayern wo da und dort mal ein Funkmast in der Pampa rumsteht kannst das mit LTE dann sowieso vergessen.
    Der nächste UMTS-Mast der vielleicht mal auf LTE aufgerüstet wird ist von mir 20 km weg. Reichweite des einzelnen LTE Mastens liegt bei max. 9 km.
    Toll das andernorts mit 100 M/Bit rumgesurft werden kann und wir uns hier seit Jahren nur mit ISDN rumärgern dürfen. Aber es passiert einfach nix. Jeder Haushalt sollte eine Mindestversorgung von mind. 2 M/Bit bekommen, und das so schnell wie möglich. Jeder umherwandernde Stamm in der südlichen Mongolei hat besseres Netz als wir hier. Traurig kann ich da nur sagen.

  10. Mika sagt:

    Als Immobilieneigentümer fände es sehr nützlich, wenn es von Seiten der Telekom eine zentrale Stelle gäbe, wo man den Ort und das Interesse für die sofortige Umsetzbarkeit von FTTH bekunden könnte.

    Schlagwörter wie “Leuchtturmprojekt” und “Technologiemix” befördern leider nicht die Planbarkeit, auf die es Eigentümer ankommt.

  11. rlc sagt:

    Wie kommt das Glasfaserkabel bis in das Haus ? Muss der Bagger wieder kommen, Strasse und Weg aufreissen, und ein Glasfaserkabel legen ? Wer bezahlt das ?

    • Andreas Kadelke Andreas Kadelke sagt:

      Generell funktoniert das natürlich nur in den FTTH-Ausbaugebieten. Die Glasfaser muss über eine Hauseinführung bis in den Keller gebracht werden. Teilweise sind dafür Rohre vorhanden, eventuell muss dort ein Graben ausgehoben werden. Wenn Sie in einem Ausbaugebiet ohne Zuzahlungsmodell leben, müssen Sie lediglich die Einverständniserklärung für die Verlegung (NVGG) unterschreiben und einen Vorvertrag bei uns abschliessen, dann zahlen Sie keine Verlegungskosten, sondern erst ab Mai 2012 die Tarifkosten. Es gibt allerdings auch Städte, in denen eine Zuzahlung nötig ist.

  12. Pingback: FTTH – Was ist das?

  13. Michael sagt:

    In einigen Gegenden gibt es FTTH-Ausbau durch entsprechend umfangreiche Baumaßnahmen.
    Anderswo geht die Glasfaser schon bis ins Haus – aber es wird trotzdem nicht mehr als ISDN geboten.
    Warum nutzt man nicht das, was schon vorhanden ist, endlich mal richtig aus?

  14. Pingback: An Glasfaseranschlüssen führt letztlich kein Weg vorbei | TechBanger.de

  15. Stefan sagt:

    im März diesen Jahres soll mein Haus ans Glasfasernetz angeschlossen werden.
    - Welche Downloadgeschwindigkeit darf ich dann ca. erwarten und wovon ist diese abhängig?
    - Fallen hier Ausbaukosten für mich an?

  16. Bernd sagt:

    Ich wohne auch in einem Glasfasergebiet. Dort gibt es nichts ausser Funk, weshalb auch meine Funkzelle von D2 Nutzern überfüllt ist. Mit D1 funktioniert alles. Aber Funk ist keine nachhaltige Lösung (Drosselung, Wetterabhängig) für DSL. LTE ist auch nur ein Nischenprodukt was teuer verkauft wird.

  17. Sebastian sagt:

    Hallo Tkom,

    wie sieh es mit dem Ausbau in Berlin Mitte aus?
    in der Brückenstraße und Köpenicker Straße ist kein DSL verfügbar das Glasfaser liegt……

    • Michael sagt:

      Es gibt auch anderswo Technik-Standorte der Telekom (also FTTC- bzw. FTTB-Standorte), wo freie Glasfaseradern anliegen (zum Teil sogar bis ins Gebäude) und trotzdem nur max. ISDN angeboten wird…

  18. Dennis sagt:

    hätte mal ne frage in preußisch.oldendorf also lashorst ist immer noch nix passiert wird das auch noch kommen das wir Glasfaserkabel bekommen wäre echt nett

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