“Bäng” für den Glasfaserausbau

Innenleben eines Glasfasersammelpunkts.

@LGS93 hat es getan, @LiebPauli hat es getan, und @spook84 auch. Drei Twitternutzer, die über unseren Account @deutschetelekom nachgefragt haben, wie es denn um den Breitbandausbau in ihrer Heimat steht. Für sie und all die anderen, die bei uns oder den Kollegen von @Telekom_hilft nach dem Ausbaustand fragen, dürfte das heutige Pressegespräch der Telekom vor dem Start der CeBIT interessant sein. Denn auch Deutschland-Vorstand Niek Jan van Damme hat aus Gesprächen mit Kunden die Rückmeldung erhalten, „dass es einen Riesenhunger nach mehr Bandbreite gibt“. Darum hat er heute vor Journalisten die Pläne der Deutschen Telekom für den weiteren Breitbandausbau erklärt. Hier die wichtigsten Punkte:

  • In zehn deutschen Städten starten wir den Glasfaserausbau (FTTH, Fiber to the Home). Dort können die Kunden mit einer Geschwindigkeit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde surfen. Familie Eisoldt in Dresden wird also bald nicht mehr die einzige Gigabit-Familie sein. Die Ausbaustädte sind: Braunschweig, Brühl (Baden-Württemberg), Hannover, Hennigsdorf, Neu-Isenburg, Kornwestheim, Mettmann, Offenburg, Potsdam und Rastatt. Und weil mir schon klar ist, welche Nachfragen da kommen werden: Es werden nicht die kompletten Städte ausgebaut, sondern im ersten Schritt nur einzelne Stadtteile. 160.000 Haushalte sollen noch in diesem Jahr angeschlossen werden können. Den offiziellen Startschuss („Bäng“) gab Niek Jan van Damme heute.
  • 600.000 zusätzliche Haushalte sollen in diesem Jahr mit VDSL versorgt werden und so mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde surfen können. Und zwar nicht nur in Städten, sondern auch im ländlichen Raum. Möglich wird dies unter anderem auch über Kooperationen mit den Kommunen.
  • 360.000 weitere Haushalte sollen an ADSL2+ mit bis zu 16 Megabit pro Sekunde angebunden werden.
  • Der LTE-Ausbau mit bis zu 50 Megabit pro Sekunden wird weiter vorangetrieben.
  • Mit Hilfe der LTE Technologie sollen 2011 weitere 1.500 weiße Flecken erschlossen werden.
  • Köln wird ab Juli die erste LTE-City Deutschlands. Hier kommt – anders als in den ländlichen Gebieten – die LTE 1800 Technologie zum Einsatz.
  • Im Mobilfunk soll die 3G-Abdeckung auf 85 Prozent erhöht werden.
  • Und abschließend wird auch der Ausbau der öffentlichen HotSpots weiter vorangetrieben. Surfen in zwölf Kilometern Flughöhe ist jetzt auf Lufthansa-Langestreckenflügen möglich, und das WLAN-Angebot in den ICEs der Deutschen Bahn wird weiter ausgebaut.

Beim Ausbau des Netzes für die Gigabit-Gesellschaft setzt die Telekom also auf einen breiten Technologiemix. Eines hat Niek Jan van Damme allerdings auch klar gemacht. Allein kann die Deutsche Telekom nicht ganz Deutschland ausbauen. Darum setzen wir auf Kooperationen mit allen Partnern, die sich für den Ausbau anbieten: Kommunen, Wettbewerber aber auch andere Unternehmen wie beispielsweise Energieversorger.

Wer mehr Details zu diesem Thema wissen möchte, kann sich auch in der Medienmitteilung zum Breitbandausbau informieren.

Kleine Anmerkung zum Schluss: Dass das Thema Breitbandausbau und die Versorgung weißer Flecken nicht neu ist, zeigt übrigens auch dieser Post von Yucca Tree von Juni 2009.

Kommentare (61)

  1. Frank sagt:

    Nun ja… mal ganz ehrlich liebe Telekom, wir wären hier schon froh, wenn wir nicht mehr mit einer 1000er DSL Anbindung klar kommen müssten! Mit einer 16.000er Leitung wären wir schon Glücklich! Ein Nachfrage nach mehr Bandbreite gibt es, vor allem auf dem Land!

  2. Benjamin sagt:

    Selbstverständlich sollten alle Provider in den DSL Ausbau investieren, aber als Kunde frage ich mich dann folgendes:
    Wenn ich seit 15-20 Jahre jeden Monat brav meine ~ 50 € an die Telekom überweise, investiere ich dann nicht vllt. in die falsche Firma, wenn man mir mitteilt, ich könne froh sein, überhaupt mit 384 kBit/s angebunden zu sein?!
    Gleichzeitig lese ich, dass nun 160 000 Haushalte mit 1 Gigabit angebunden werden, während man ich von einfachen Youtube Streams nur träumen kann.
    Für mich bedeutet das, dass mein DSL nicht ein Mal 0,5 % dessen leistet, was diese 160.000 Haushalte bekommen und ich habe das Gefühl, dass ich deren Fortschritt mit meinen Telefon und DSL Aufwendungen finanziere.

    Auch bei LTE mache ich mir keine große Hoffnung, denn mit T-Mobile hat man hier schon so gut wie keinen Empfang! (Mit der roten und blauen Konkurrenz jedoch schon).

    Nach dem Lesen des obigen Blogs und “Breitbandarmut geht alle an” überlege ich nun, ob ich nicht in einen anderen Provider investieren soll, denn ich ziehe aus beiden Artikeln die Rückschlüsse, dass die Telekom nicht gewillt ist, uns ausreichend mit Bandbreite zu versorgen!

    • Hallo Benjamin, doch wir sind gewillt ausreichend Bandbreite zur Verfügung zu stellen. Wenn ein Ausbau für ein Unternehmen nicht wirtschaftlich ist, dann wird es nicht ausbauen, es sei denn es ändert sich was an den Rahmenbedingungen – siehe Kooperationen mit den 2.000 Kommunen, etc. Ein Kilometer Glasfaserausbau kostet ca. 50.000 Euro – die musst du dann als Unternehmen auch wieder einnehemn. Wir werden als Branche beim Thema Breitbandversorgung nach Lösungen suchen müssen; siehe dazu auch Thomas Heuzeroth auf Welt Online. Deinen Frust kann ich verstehen – aber lass mal bei LTE den Kopf nicht hängen….

      • Benjamin sagt:

        Hallo Mark,

        sollte LTE entgegen meinen Erwartungen kommen (wir zählen ja nicht als weißer Fleck, da DSL mit 384 kBit/s vorhanden ist) ist es doch deutlich unattraktiv, wenn ich mir die Preispolitik bei Ihnen und Ihrer Konkurrenz ansehe. Geschwindigkeitsdrosselungen bei erreichen niedriger einstelligen Gigabytegrenzen oder wie bei der Konkurrenz zweistellige Gigabytegrenzen nur gegen hoher monatliche Entgelte entsprechen m.E. leider nicht einem DSL Anschluss in dem Sinne wie man ihn sich wünscht. Hier kann man LTE kaum als DSL Ersatz sondern viel mehr als Notlösung bezeichnen!

        • Hallo Benjamin, Mobilfunktechnologie wird für einige Bereiche die einzige Lösung sein und es wird sich sicherlich auch bei den Angeboten noch was bewegen… Zu dem Thema Drosselung: Im Gegensatz zu den Bandbreiten im Festnetz teilen sich im Mobilfunk alle Nutzer die Kapazität einer Zelle. Dies ist wie im heutigen 3G/UMTS-Netz auch bei LTE der Fall – shared medium. Die verfügbare Bandbreite wird dynamisch unter den Benutzern aufgeteilt. Das ist der Hintergrund – heavy use geht da schnell auf Kosten aller. Verlangt also ein etwas anderes Nutzungsverhalten als im Festnetz. Es gibt dazu aber auch auf der CeBIT2011 Diskussionen, lte-anbieter.info haben dazu was zusammengestellt.

  3. Twips sagt:

    @ Benjamin
    Dem kann ich nur zustimmen. Wieso wird es in wenigen einzelnen Städten möglich gemacht mit 1 Gigabit surfen zu können und die kleineren Orte werden sich selbst überlassen? Große Städte sind schon genug ausgebaut und jetzt soll nach VDSL 50 wirklich sogar noch FTTH folgen, während sich kleinere Orte mit DSL 3000 oder sogar noch weniger zufrieden geben müssen. Die Telekom sagt schon lange ziemlich viel, tut (gefühlt) aber nur sehr wenig. Die Zahlen da oben, oder das Niek Jan van Damme den Startschuss gegeben hat oder die Möglichkeit mit LTE hauen mich nicht wirklich vom Hocker. Es wird einfach wieder so sein, dass sich die Telekom selbst loben wird indem sie tolle Zahlen präsentieren von Dingen die man hätte tun können bzw. tun könnte. Was für den Endkunden letztendlich wieder keine Verbesserung mit sich bringt. Anstatt in FTTH zu investieren sollten Telekom&Co für ein flächendeckendes Minimum von DSL 6000 oder besser DSL 16000 sorgen. Mit freundlichen Grüßen, ein Kunde der monatlich viel Geld für sehr wenig bezahlt.

    • Hallo Twips, hui in der Stadt, pfui auf dem Land – aber ganz so schwarz/weiß ist es ja nicht, wie auch der Kommentar von Michael zeigt und die Kooperation mit den Kommunen. Wie eben bei Benjamins Kommentar gesagt, ein Kilometer Glasfaser verlegen kostet ca. 50.000 Euro…. und auch wir müssen den Euro wieder verdienen, wenn wir ihn ausgeben. Aber das Stadt/Land Gefälle ist ja nicht nur bei der Infrastruktur Telekommunikation eine Realität – wir machen, was wir können; dazu soll ja auch der Technologie-Mix beitragen.

  4. Pingback: constantinmedia Blog» Blog Archive » Die Krux mit der Mindestvertragslaufzeit…

  5. Michael sagt:

    Natürlich stimmt es, dass das Verlegen von Glasfaser – und auch die Technik – teuer ist. Nur: warum baut man in den einen Gebieten mit VDSL oder nun FTTH alles komplett neu auf – und lässt anderswo die vorhandene Glasfaser (teilweise mit freien Fasern) in FTTB- oder FTTC-Bauweise ungenutzt – nur weil letztere Gebiete im ländlichen Gebiet liegen? Mit Wirtschaftlichkeit kann ich mir das nicht erklären…

  6. Thomas Kraus sagt:

    Wenn 1 km Glasfaser neu verlegen 50.000,– € kosten soll, dann habe ich hier für den Raum Marburg folgende Rechenaufgabe.
    Zwei Vororte ( Ginseldorf, Bauerbach ) liegen in 2 km Entfernung zu einer der größten Unikliniken in Deutschland. Hier wohnen sehr viele Ärzte und Angestellte des Klinikums, insgesamt reden wir über ca. 1200 Haushalte. Das Klinikum ist ( natürlich ) entsprechend versorgt, wir begnügen uns mit 384 KBit/s.
    Aufgrund des weiteren Ausbaus des Klinikums mit immer neuen Fachbereichen und der damit verbundenen steigenden Einwohnerzahl frage ich mich wo sich für die Telekom DSL-Ausbau wirtschaftlich überhaupt lohnen soll.
    Die kleinsten Hirtendörfer in Rumänien werden mit EU-Subventionen ausgebaut und hier vor Ort wird nach Ausflüchten und Entschuldigungen gesucht.

  7. Andreas Kadelke Andreas Kadelke sagt:

    In diesem Fall würde ich Ihnen empfehlen, Ihrer örtlichen Kommunalverwaltung die Seite http://www.mehr-breitband-fuer-deutschland.de ans Herz zu legen. Dort werden den Verwaltungen Ansprechpartner der Telekom genannt, mit denen diese die Möglichkeiten einer Kooperation erörtern können. Hoffe, das hilft weiter.

    • Thomas Kraus sagt:

      Allein dieses Vorgehen ist abstrus. Die Kunden der Telekom sollen sich an ihre Gemeinde /Kommune wenden, damit diese dann bei der Telekom betteln gehen. Die Telekom nimmt aufgrund der Tarifgestaltungen Geld für Leistungen ein, die sie in meinem Falle gerade einmal zu 30 % erbringt. Man stelle sich vor ein Auto zu kaufen und der Hersteller wirbt mit bis zu
      300 PS Leistung. Diese Leistung setzt voraus, Benzin mit 150 Oktan zu tanken. Bei standardmäßigen 95 Oktan liegen 100 PS an. Der Preis des Autos bleibt der gleiche. Sowohl im Volksmund als auch im Duden nennt man sowas “Verarsche”.

      • Andreas Kadelke Andreas Kadelke sagt:

        Es geht nicht um betteln gehen, es geht um Kooperation. Und es geht darum, Bedarf zu ermitteln. Wir müssen Kooperationen eingehen, wenn wir den Breitbandausbau vorantreiben wollen – und das wollen wir. Bei allem berechtigten Frust: Wir sind eben auch ein Wirtschaftsunternehmen, unsere Investitionen müssen sich rechnen.

    • Lipopower sagt:

      Hallo Herr Kadelke

      Mir wird seit ca. 10 Jahren von der Telekom versprochen, daß DSL bei uns möglich ist: in etwa in einem halben Jahr.
      Da ich einen gut gehenden Online Shop für moderne Lithium-Akkus für Elektroantriebe betreibe und somit unbedingt auf eine Breitbandverbindung angewiesen bin, die mir die Telekom als Besitzer der letzten Meile immer noch nicht trotz permanenter Nachfragen und ebenso vielen Absagen oder Vertröstungen einigermaßen kostengünstig (<100Euro/Monat) zur Verfügung stellen kann
      – heute schreiben wir das Jahr 2011 ! -
      wird der erste LTE Anbieter, der bei uns auf dem weißesten Fleck in Deutschland LTE wirklich anbietet, meinen Auftrag für künftige Kommunikationverbindungen bekommen.
      Bei und geht EDGE gerade noch so, ISDN auch,
      UMTS, DSL und alles was schneller ist = tote Hose.
      Telekom bietet nicht mal 384KB DSL hier an, aber QSC hat über die gleichen Telekom Leitungen mit ca. 750KB als SDSL, ohne Telefonflatrate und ohne Verzögerung eingerichtet.
      Bei der Telekom würde ich für 384KB SDSL mehr als 120 Euro bezahlen, QSC "nur " knapp 30 – ohne Telefon.
      Bei Kabel DE bekommt man für knapp 20 Euro DSL 16Mb und eine Telefonflat.
      Da muss sich die Telekom mächtig anstrengen oder ?

  8. Telekom LTE sagt:

    Im Bericht wird von bis zu 50 Mbit bei LTE gesprochen. Man sollte hier aber erwähnen, dass Anfangs nur Geschwindigkeiten von bis zu 3 Mbit in den Tarifen angeboten werden. Aber der Bericht lässt insofern hoffen, dass höhere LTE Geschwindigkeiten auch bei der Telekom folgen werden.

  9. Frank sagt:

    LTE als Zukunft?
    Ich habe in dem Ort wo ich wohne, gar kein DSL – hätte es aber gerne… (Leitung zu lang größere Umsätze – dann kommen die Investitionen schneller zurück?)

    Ich meine LTE ist ja nicht gerade “die Lösung” – gerade mal 3 MBit/s und das auch nur für 3 GB Datenvolumen.. – und das für 40€/Monat?!

  10. Marcus Trepte sagt:

    Was auch wirklich ganz stark ist ist der Fakt der oben steht das ab Juli KÖLN die erste LTE City wird. Soviel zum Thema LTE wird die “white gaps” zuerst schließen.
    Natürlich ist es für die Telekom lukrativer in der Großstadt auszubauen da man mit dem selben Kostenaufwand wie auf dem Dorf mehr zahlende Kunden anbinden kann, ABER zählt man die Anzahl der Einwohner der “white gaps” zusammen sollte eine beachtliche Summe zusammen kommen.
    Für mich ist es sicherlich nachzuvollziehen das die Telekom die ländlichen Gebiete nicht vollständig ausbauen kann, denn das sind unkosten, aber da sollte doch dann die frage an Staat oder andere Gremien gehen wo Subventionen bleiben die in anderen Ländern längst vergeben wurden.

  11. Michael sagt:

    @ Mark Nierwetberg
    Na, schon Infos zum Ortsnetz Zehren (Vorwahl 035247) bekommen?
    Ist Ihnen inzwischen erklärt worden, warum die FTTC- und FTTB-Technik dort trotz Vorhandensein der Voraussetzungen nicht breitbandfähig gemacht wird? Warum die freien Fasern dafür nicht genutzt werden und dadurch manche Betroffenen noch Jahre auf Breitband warten? (LTE wird hier stellenweise keinen Ersatz bieten können.)
    Es gibt hier viele Telekom-Kunden, die sich schon seit Mitte 2007 solche Fragen stellen, denn solange könnte dieses Problem schon gelöst sein.

    • Mark Nierwetberg Mark Nierwetberg sagt:

      Hallo Michael, bin dran, aber die letzten Tage waren etwas wild hier…

    • Mark Nierwetberg Mark Nierwetberg sagt:

      Hallo Michael,

      du hattest ja konkret nach der Situation in Zehren gefragt. Ich habe mal Kontakt mit der Niederlassung für technische Infrastruktur Mitte-Ost aufgenommen, die Kollegen kennen die Situation vor Ort genau:

      Zehren ist komplett Hytas-OPAL-Gebiet, d.h. die Schmalbandversorgung (Telefon) erfolgt auf Basis einer Glasfaser auf den Haupttrassen, im Bereich der lokalen Verteilung (Outdoor-Bereich, bei den Fachleuten genannt) stehen aktive Netzelemente, so genannte ONU, die wandeln das optische Signal der Glasfaser in ein elektrisches Signal, weil die Hauszuführung über herkömmlicher Kupfer-Kabel erfolgt.

      Warum ist das ein Problem? Die Deutsche Telekom setzt beim Netzausbau generell auf die zum jeweiligen Zeitpunkt leistungsfähigste Technik, die für die Versorgung des Massenmarkts zur Verfügung steht. So wurden beispielsweise in den frühen neunziger Jahren bei der Versorgung neuer Gebiete Glasfasersysteme eingesetzt, die den bisher eingesetzten Kupferleitungen mit Bezug auf die damaligen Anforderungen weit überlegen waren (das ist Hytas -OPAL). Kurz darauf wurde unabhängig von dieser europäischen Technik im amerikanischen Raum die DSL-Technik entwickelt, die eine breitbandige Datenübertragung auf Basis der dort verwendeten Kupferleitungen ermöglichte.

      Die beiden von der Industrie unabhängig voneinander entwickelten Techniken erwiesen sich leider als nicht kompatibel miteinander. So gab es für lange Zeit keine Möglichkeit, DSL-Signale über die in einigen Regionen Deutschlands eingesetzte Glasfaser-Technik zu übertragen. (Das lag jedoch nicht am Medium Glasfaser, das generell geeignet ist, sehr hohe Datenraten zu übertragen, sondern an der Technik, die am jeweiligen Ende der Fasern eingesetzt wurde.) Von der Industrie wurde über einen langen Zeitraum keine technische Möglichkeit angeboten, die das Problem wirtschaftlich lösen konnte und für den Massenmarkt einsatzfähig gewesen wäre.

      Thema DSL-Versorgung: An den Standorten der ONU (also da wo es von Glasfaser auf Kupfer geht), wo die technischen Voraussetzung dies zulassen, wurde eine spezielle DSL-Technik in den Jahren 2008/2009 eingebaut (bis zu 16 Mbit möglich). Leider sind die technischen Voraussetzungen nicht an jedem Standort möglich. Zudem ist Wirtschaftlichkeit natürlich auch ein Thema, wie im Artikel beschrieben. LTE könnte eine Lösung sein, die wirtschaftlicher ist.

      Zur Erklärung: ONU – optical network unit bzw. Optische Netzwerkeinheit Netzabschluss einer optischen Anschlussleitung
      FTTH – Fiber to the Home – Glasfaser bis ins Haus / Wohnung / Anschluss
      FTTC – Fiber to the Curb – Glasfaser bis zum Kabelverzweiger
      FTTB – Fiber to the Building – Glasfaser bis zum Gebäude (ab da aber Kupfer bis Kunde)

      • Michael sagt:

        Der Überbau mit der EDA-Technik (der übrigens schon Mitte 2007 erfolgte) wurde nicht bei allen Standorten mit ONU-Technik (also die FTTC- und FTTB-Standorte) durchgeführt, obwohl die Technik da schon vorhanden, freie Fasern verfügbar und Kunden mit Interesse gemeldet waren.
        Was die Wirtschaftlichkeit angeht:
        Anderswo werden Häuser mit weniger als 4 Kunden angeschlossen (Beispiel: GPON Dresden-Striesen/-Blasewitz) und bei manchen VDSL-Standorten werden wohl auch längere Zeit nicht viel mehr Kunden an manchem MFG geschaltet gewesen sein. Aber bei den nicht ausgebauten FTTC- und FTTB-Standorten im Ortsnetz Zehren lässt man eine höhere Anzahl von Kunden ggf. noch viele Jahre bei max. 64 KBit/s.
        Erklären konnten Sie die von mir aufgedeckten Widersprüche immer noch nicht.
        Denn: die Voraussetzungen sind gegeben und die Wirtschaftlichkeit ist besser, als an manchen Standorten, die ohne Förderung ausgebaut wurden.

        • Michael sagt:

          Inzwischen ist nun auch klar, dass es keine LTE-Versorgung an den nicht mit entsprechender EDA-Technik (also Technik zur Bereitstellung der DSL-Signale) an den nicht überbauten – aber durchaus überbaubaren Standorten mit FTTB-Technik und einem mit FTTC-Technik im Ortsnetz Zehren geben wird. Denn der LTE-Ausbau ist laut Verfügbarkeitsübersicht der Telekom erfolgt, erreicht aber die benannten Standorte nicht. Das Versprechen, alle weißen Flecken zu versorgen ist somit nicht mehr zu halten und die Betroffenen sind wohl noch lange ohne Breitbandversorgung…

      • Marcel sagt:

        Ja ganz recht Erst werden Überall Glasfaserleitungen verbuddel die ja im Prinzip die Technologie der Zukunft sind und dann setzt man auf A bzw. T-DSL das ohne Kupfer nicht realisierbar ist.

        Mal Ehrlich wie lange müssen wir mit unserem FTTH noch warten???

        Ich glaube gelesen zu haben VDSL ist seit 2000 Amerikanischer Standart oder irre ich mich da?

        Naja noch ein paar Jahre und jeder Endkunde ist ein Spezialist auf dem Gebiet. :)

  12. Chris sagt:

    Die Telekom macht halt meiner Meinung nach viel zu wenig in Bezug auf alternative Lösungen wie in dem Beispiel von Ratzenried.
    http://www.deutschetelekom.com/dtag/cms/content/dt/de/566124

    Wie man hier sieht ist das alles eigentlich ohne größere Probleme machbar. Bei uns hier in Niederbayern (Landkreis Passau) ist es seit 5 Jahren im Gespräch, aber es passiert nix, gar nix. Im Gegenteil, mir wurde sogar noch mein 384er DSL abgestellt weil die Leitung nicht mehr realisierbar ist. Mit ISDN rumzugurken macht wahrlich keinen Spaß, vor allem wenn man eigentlich DSL beruflich benötigt. Und wie man hier liest gibt es genug Leute die sich ärgern das andere mit 100 M/Bit ins Internet gehen können und man selber gar nichts hat. Denkt mal drüber nach bevor ihr rumposaunt das ihr auf 100 M/Bit aufrüstet….

    • Andreas Kadelke Andreas Kadelke sagt:

      Wie oben erwähnt sind wir ja mit einem breiten Technologiemix unterwegs. Und zur Not gibt es auch DSL via Satellit. Ich weiß, das ist das bandbreitenmäßig nicht der letzte Schrei, aber manchmal vielleicht besser als nix.

      Darüber hinaus ist es eben auch so, wie Mark in seinem Artikel beschrieben hat: Wir können eben nicht alles allein ausbauen. Die Wettbewerber müssen auch ran.

      • Marcel sagt:

        Natürlich könnt Ihr nicht alles allein ausbauen, aber wenn Ihr was ausbaut dann tut es doch dort wo bisher noch gar keine Anbindung vorhanden ist.

        DSL Via Satellit is ja nun wirklich keine Alternative…
        Is ja nicht so dass jeder ein Eigenheim besitzt an dem er einfach mal ne Schüssel an die Wand schrauben kann. Ich denke mein Vermieter würde sich freuen wenn ich mit der Idee käme ein paar Löscher in seine neue SandsteinFassade zu bohren weil ich gern nen mittelmäßigen DSL Anschluss hätte.
        Vom Preis und der Zuverlässigkeit mal ganz abgesehen.

        Ich glaube die Leute (also auch ich) Verstehen einfach nicht warum dort wo es bereits Dsl gibt, NOCH SCHNELLERES Dsl realisiert wird. während wo anders, wo man seit Jahren vergeblich auf Dsl wartet man sich mit überteuerten Alternativen herumschlagen muss bei denen einem dann noch der Hahn zu gedreht wird weil man mal nicht aufpasst und WindowsUpdate einem das Kontingent von sagenhaften 5GB sprengt, man muss sich also zwischen Systemsicherheit oder ein paar Stunden mehr Internet entscheiden.
        Es gibt keine Sinnvolle Alternative zu DSL und das weis selbstverständlich auch die Telekom.

        Bei uns in Dresden wurde nach der Wende auf Glasfasertechnik gesetzt. Also fehlen bei den meisten die Kupferleitungen um DSL zu ermöglichen.
        Aber was macht die Telekom… Statt in den Opalgebieten ein paar Kupferkabel zu vergraben und VDSL zu schalten, werden dort wo es bereits Kupferleitungen und Somit DSL gibt Glasfaserleitungen verbuddelt um das bestehende DSL dort noch schneller zu machen.
        Wir und viele andere bleiben dabei natürlich auf der Strecke.

        Wenn Ihr die Kosten scheut oder angst habt das nach dem Ausbau die Leute zum Mitbewerber abwandern, Dann klingelt doch mal bei den tausenden Haushalten in Dresden wo die Leute nix von der großen weiten Welt haben und fragt vorab wer an einem „Telekom“ VDSL Anschluss interessiert wäre Ich bin mir sicher die Leute würden sogar schon Verträge unterzeichnen wenn sie wüssten in 3 Monaten ist es verfügbar.

        Oder Ihr wartet noch ein paar Jahre und riskiert das die Leute nach Jahre langer hinhalterei es gar nicht mehr in Erwägung ziehen Telekomkunde werden zu wollen.
        Bitte nicht falsch verstehen ich hab nix gegen die Telekom. Aber ich hab die Warterei und die Diskusionen einfach Satt und vor allem die Tatsache das mir niemand sagen will ob hier überhaupt ein Ausbau geplant ist oder nicht.
        Schaut mal auf den Kalender wir haben bald 2012… Wie lang ist das jetzt nochmal ein Thema….

  13. Chris sagt:

    Ja bei uns ist ein anderer Anbieter bereit uns über Richtfunk zu versorgen nur geht seit über einem Jahr nix voran weil die Telekom keine Planung für die Kollakationsstelle zu Stande bringt. Soviel dazu. Ob das nun Schikane ist um andere Mitbewerber gar nicht ran zu lassen möchte ich jetzt nicht behaupten. Aber immerhin kündigen wir hier dann alle unser teures ISDN und die Telekom bekommt kein Geld mehr von uns. Ein Schelm der böses dabei denkt.

  14. Matthias sagt:

    Mittlerweile hat meine ganze Stadt überwiegend VDSL, nur genau am letzten rand wo ich wohne ist es natürlich nicht verfügbar! Ich frag mich ob die Telekom jemals auch den letzten rest fertig stellen wird. Ich warte schon so lange auf schnelleres Internet, selbst das Arbeiten fällt nicht mehr leicht weil die ganzen Formate immer größer werden.

  15. Telekom.. sagt:

    Hallo !

    Der LTE Ausbau auf dem LAnd kommt nicht voran, viele Gemeinden vor allem in den neuen Bundesländern werden von der Telekom völlig ignoriert……….

    mfg

    • Andreas Kadelke Andreas Kadelke sagt:

      Hallo,

      der Ausbau läuft mit Hochdruck, auch in den neuen Bundesländern. Hier können Sie mal eine Übersicht über unsere Medieninformationen zum Breitbandausbau im Osten sehen. Bis Ende des Jahres wollen wir mit Hilfe von LTE und HSPA einen schnellen Internetzugang in rund 1.500 Gebiete bundesweit bringen.

      • Telekom.. sagt:

        Hallo !

        Im Vogltand bestimmt und einigen anderen Regionen.

        In der Dübener Heide z.B. 04880 Trossin klappts nicht so , obwolh wir da sLTE Signal bekommen …alles 100 % getestet.

        Dann haben wir noch einen eigenen Funkturm…mit LTE Mast drauf ,,,,

        Aber LTE bekommen wir nicht …….nur warum verrät uns keiner …….

        mfg

  16. Telekom.. sagt:

    Hallo !

    Erstmal ist es sehr lobenswert, dass die Telekom diesen Blog hier betreibt.

    Doch bei aller Bloggerei gibt es ein Problem :

    Die Ortschaften die DSL, UMTS ,HSDPA schon seit JAHREN haben , haben jetzt auch LTE.

    SEHR viele Orte die bis jetzt nur ISDN hatten ……die haben auch nur ISDN !!!!!!!!!

    Glauben Sie nicht, dann prüfen Sie es nach !

    Ein Beispiel ist 04880 Trossin ….LTE kriegt hier keiner , obwohl das SIGNAL von dem LTE Masten aus Dommitzsch kommt.

    Und Dommitzsch hat :

    LTE , UMTS , HSDPA , DSL , Breitband usw…….

    Die Orte Richtung Elbe Mockritz, Polbitz für die der LTE Mast eigentlich war kriegen auch NICHTS !!!!!!

    Und so ist das in vielen Regionen …ich sage nur PRIGNITZ Groß-Pankow, Groß-Wankow.

    Glauben Sie nicht ….prüfen Sie es nach.

    Vielleicht kann sich Herr Wagner oder Herr Michael Preiß mal dazu äußern ????

    mfg
    Köln , München und danach geht es weiter mit LTE in den Städten ….und die ländlichen Gebiete ?????

  17. Andreas sagt:

    Was ich nicht verstehe warum werden IMMER nur die großen Städte bzw Stadteile mit 50mbit – 100mbit ausgestattet wo sich es nur jeder 5te holt. Glaube da stimmt mir jeder zu, das es sinnvoller wäre die Stadtleute auf ihrem 50mbit sitzen zu lassen und eventuell die Dörfer etc auf einen stand von 16mbit zu bringen. LTE wird Jahrelang für die Tonne bleiben und ist rausgeschmissenes Geld für DSL-light Kunden.

    mfg

  18. Marcel sagt:

    Ganz oben Stand mal der Satz… Wo ungenutzte Fasern liegen würden.

    Bei uns in Dresden z.B. mehrere Stadtteile sind davon betroffen. Überall sind Opal Leitungen verlegt was ja die Grundvoraussetzung für VDSL ist nur dummerweise fehlt es an den Kupferkabeln.

    Wir wohnen hier wirklich mitten in der Stadt und um uns herum liegt mittlerweile weit verbreitet sogar VDSL an, nur hatten diese Haushalte auch schon vor dem Ausbau herkömmliches DSL.
    Aber auf unserer kompletten Strasse (und vielen anderen) passiert gar nix.
    Ich verstehe natürlich alle auf dem Land die ebenfalls auf dem trockenen sitzen aber Stellt euch mal vor Ihr wohnt in der Stadt und habt das selbe Problem. Da greift man sich dann mal wirklich an den Kopf :)

    UMTS/HSDPA ist mit den Limit´s auch keine Alternative und ebenso wird LTE keine Alternative werden. (Selbstverständlich verstehe ich warum es diese Limits gibt, das bemerkt man spätestens Abends wenn die Leute nach hause kommen und Ihre Rechner anwerfen).
    Man bemerkt auch sofort wenn man in eine Gegend ohne Dsl kommt denn dort hat man dann auch mit dem Smartphone rein gar nix mehr von der Geschwindigkeit die HSDPA leisten könnte.

    Dummerweise bin ich geschäftlich auf eine Schnelle Anbindung angewiesen und wenn ich meine Limits erreicht habe kann ich so zu sagen Zwangsurlaub machen da die runtergeregelte Geschwindigkeit nicht mal mehr zum Emails abrufen taugt.

    Das ein Ausbau Geld kostet ist mir ebenfalls klar aber wieso werden dann Glasfasern in Gegenden verlegt in denen bereits DSL und somit schnelles Internet verfügbar ist und nicht stattdessen erst mal Kupferkabel eingebuddelt wo bereits Opal Leitungen vorhanden sind und absolut niemand einen schnellen Internetzugang hat.

    Und was mich richtig ärgert ist die Informationspolitik der Telekom. Ich schreibe eine Email nach der anderen um eine Frage beantwortet zu bekommen….
    Ist in nächster Zeit ein Ausbau bei uns geplant oder nicht?
    Eine Antwort habe ich bisher noch nie bekommen.
    Stellt sich permanent die Frage. Umziehen.. oder warten.

  19. michael sagt:

    ja wir sind auch am überlegen ob nicht zu 1und 1 wechseln mit 1und1 hatten wir 16.000 leitung mit telekom nur 386kb,also da stimmt was nicht.

  20. Jürgen sagt:

    Thema: LTE
    es ist schön, dass es einen Blog gibt, in dem man sich etwas von der Seele schreiben kann.
    Interessant is´t es auch zu sehen, wer sich daran beteiligt und dass es Antworten gibt.
    Manchmal überkommt mich das Gefühl, dass manche Antworten so “gestrickt” sind, wie man sie von unseren Politikern her kennt: Viele Worte, aber kaum (keine) Fakten.
    Zum Thema: LTE – sit ca. 3 Monaten läuft es bei mir, und solange das Datenvolumen von nun gar 10 GB nicht erreicht wurde, auch recht ordentlich (Respekt an die Telekom)
    Sobald es erreicht wurde, haben wir den DSL-Light-Zustand und das Kürzel in der URL www steht wieder für WeltWeitesWarten ;-))
    Warum die Technologie ein anderes Nutzerverhalten verlangt und der Rote Riese gleichzeitig mit Home-Entertain Angeboten lockt, da bleibt mir die Logik verborgen. Mal so zum Spaß: laden Sie mal einen Film oder ein paar Songs herunter und schauen mal ebenso spaßeshalber dann auf die Info des Speedports! Will ich mir die Info-Videos auf der Homepage der Telekom ansehen, muss ich halt auf anderes verzichten…
    Ich hatte das Problem, dass zu DSL-Zeiten (hier: 384 kB) der Upload meiner Homepage mit 29 Stunden (!) zu Buche schlug. Wie ein jeder weiß, wird jede verbindung nach 24 Stunden “zwangsabgeschaltet” – somit eine echte Sysiphus Aufgabe. Nur zu lösen via “Adidas Netzwerk”, will sagen: Website auf Stick, zu meinem Sohn in die Stadt und dann via Kabel D mit 32 Mega uploaden und wieder nach Hause. Respekt!
    Skype Konferenzen können nur am Anfang des Monats laufen, sonst wird’s eng auf dem “Datenhighway”. Aber wie wusste schon unser Altkanzler Helmut Kohl? “…wir haben doch eh schon viel zu viel Verkehr auf unseren Autobahnen…”
    Dass unser geliebtes Betriebssystem ständig Updates erfordert und damit das Volumen mindert, scheint die Telekom nicht zu berühren. Ist das auch mit einem “anderen Nutzerverhalten” gemeint? Notwendige Updates am Ande des Monats verschieben, damit das schnelle Volumen für andere Dinge bleibt? Ein Virenprogramm ebenso behandeln? Ich verstehe dieses “andere Nutzerverhalten” nicht oder bin ich zu engstirnig für eine positive Sicht der Dinge?
    Meine Bitte: klären Sie mich auf, wenn ich etwas übersehen habe.
    Oder sollte es doch eines Tages (?) soweit kommen, dass der VDSL Nutzer dem (auch noch teureren) LTE Nutzer gleichgestellt wird? Eine schöne Idee…
    Aber ich bin mir sicher, dass es zum einen eine Erklärung für meine Fragen gibt und zum anderen, dass wir auf dem Weg in eine bessere (auch mit LTE) Zukunft sind! Das ist beileibe nicht ! ironisch gemeint, wenngleich ich dem Herrn beipflichte, der seit 10 Jahren wartet… Auch unser Ortsbürgermeister hat bisher mehr als 10 Jahre nichts anderes gemacht, als jedes Jahr mit der Telekom zu telefonieren. Ist ja auch eines ihrer Kerngeschäfte.
    Also: ich bin gespannt!
    Überraschen Sie mich!

    Für Ihre Antwort Danke ich im Voraus!

    • Andreas Kadelke Andreas Kadelke sagt:

      Hallo Jürgen,
      ich stimme Ihnen zu: Wir sind – auch mit LTE – auf dem Weg in eine bessere Zukunft. Immer mehr Menschen, die bislang vom Breitbandnetz abgeschnitten waren, können nun dank LTE breitbandig surfen. Es gilt aber auch: LTE auf dem Land ist kein VDSL-Ersatz und kann es auch nicht sein. LTE ist eine Technologie, mit der die Regionen Deutschlands, die bislang vom Breitbandnetz abgehängt waren, angeschlossen werden können. Es ist ja auch nicht die einzige Technologie, auf die wir beim Breitbandausbau setzen. Bei LTE wird – wie Mark oben bereits beschrieben hat – die verfügbare Bandbreite unter den Nutzern aufgeteilt. Die Drosselung bei inzwischen 10 GB soll dazu führen, dass alle Kunden die Technologie nutzen können – und nicht nur einige wenige Dauernutzer. In diesem Zusammenhang hat Mark von anderem Nutzungsverhalten gesprochen. Und: Unser TV-Angebot Entertain geht nicht in Zusammenhang mit unserem Tarif Call & Surf Comfort via Funk, also LTE. Da braucht es schon eine DSL-Leitung. Darum ist Entertain ja auch nicht für alle Haushalte im Bundesgebiet verfügbar.

      • Hallo!
        …und danke für die Antwort!
        Mein Vorschlag zum “anderen Nutzerverhalten”:
        lasst doch den Nutzer entscheiden, wann er welche Bandbreite braucht. Wenn ich meine Mails abrufe oder sonstige Seiten besuche, reicht mir eine Light-Version; für die “dicken” Sachen (sprich: Pflege der Homepage, Skype, Online-Schulungen von Kunden o.ä.) würde man dann die größere Bandbreite wählen.
        Also: Basisdemokratie möglich?

      • Jürgen sagt:

        Hallo!
        …und danke für die Antwort!
        noch eine Anmerkung zu LTE:
        aus einer Pressemitteilung des heise-verlages war zu lesen:
        Die Deutsche Telekom hat in Köln das erste LTE-Netz in einer Großstadt in Betrieb genommen und verspricht dort Download-Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s. Der Konzern plant, über weitere 100 Städte in Deutschland mit LTE zu versorgen. Der weitere Ausbau soll in den kommenden Wochen starten. In Köln sorgen insgesamt 100 Basisstationen für den schnellen Zugang, das Versorgungsgebiet umfasst 150 km², etwas über ein Drittel der Gesamtfläche der Stadt Köln.
        ….
        Soweit zum Thema: LTE ist für “unterversorgte Gebiete”. Oder lese ich die Meldung falsch?
        Sorry, dass ich so penetrant nachfrage, aber die Antwort hat mir zu denken gegeben…

        • Andreas Kadelke Andreas Kadelke sagt:

          Bei LTE werden unterschiedliche Frequenzen eingesetzt. Das langwellige LT 800 für die Versorgung auf dem Land und LTE 1800 für die Ballungsräume. Mit LTE 800 kann man leichter große Flächen versorgen, LTE 1800 hat einen kleineren Wirkungskreis und eignet sich daher für die Versorgung der Städte.
          “Basisdemokratisch” werden wir’s nicht hinbekommen. Aber aus Ihren Kommentaren lese ich heraus, dass Sie die Breitbandanbindung geschäftlich nutzen. Nun bin ich kein Tarifberater – das können die Kollegen an den Kundenhotlines viel besser -, aber wenn es um den geschäftlichen Einsatz geht, gibt es auch das Produkt CompanyConnect. Vielleicht wäre das ja eine Alternative für Sie.

  21. Thomas sagt:

    Hallo,

    zum Thema Glasfaser:

    Bei uns in Neudorf Plz 96157 liegt ein Glasfaserkabel (gerade mal 100 m entfernt) das in Richtung Untersteinbach führt… (Nachbarort)

    Könnte man nicht einfach einen Outdoor DSLAM beim Glasfaserkabel installieren? Dann hätten alle bei uns im Ort DSL 16.000…

    Wir werden momentan über eine Vermittlungstelle in Ebrach mit DSL light versorgt die aber 4,9 km von uns entfernt ist, währendessen das Glasfaserkabel gerade mal 100 m von uns entfernt liegt.

    Kann die Deutsche Telekom nicht einfach einen Outdoor DSLAM installieren?

    Bitte um Antwort!

    • Michael Rack sagt:

      Das Problem ist, dass das Glasfaserkabel ggf. gar nicht der Telekom gehört. Und die Telekom mietet keine fremde Infrastruktur an. Das mang daran liegen, dass die Telekom mit T-Systems unterwegs ist. T-Systems ist (früher bekannt als DeTeLine) für die Infrastruktur zuständig.

      Und selbst wenn die Glasfaser im Besitz der Telekom wäre, sind die wenig daran interessiert ein Outdoor-DSLAM aufzustellen. Zuerst muss seitens der Kommunen zu 1000% klar gestellt sein, dass seitens der Kommune keine finanzielle Unterstützung zu erwarten sein wird.

      Warum sollte Telekom ca. 50.000 EUR investieren, wenn sie von den Kommunen bis zu 250.000 EUR für den gleichen Aufwand entschädigt bekommt?

  22. Pascal sagt:

    Hallo Herr Kadelke,

    der Beitrag ist zwar schon etwas älter, dennoch möchte ich auch hier einmal konstruktive Kritik üben:

    FTTH ist eine schöne Sache und zweifelsohne die Technik der Zukunft. Auch der Ausbau von klassischen DSL und VDSL ist zu begrüßen. Doch den Worten müssen Taten folgen. Der Ausbau findet viel zu langsam statt. Hinzu noch mancherorts, wo es bereits VDSL und/oder LTE gibt. Interessanter wäre es doch, den Ausbau von FTTH und VDSL auf Orte zu konzentrieren, wo zurzeit nur DSL (light) (darunter verstehe ich alles unterhalb DSL 16.000) verfügbar ist (wie z. B. an meinem Wohnort). So ist mancherorts schnelle Technik doppelt vorhanden, woanders dagegen noch nicht einmal schnelleres DSL 16.000. Entertain ist und bleibt so für viele interessierte unmöglich.

    Auch die Vorgehensweise, mancherorts den Ausbau auf Eis zu legen, wenn sich nicht sofort genügend Interessenten finden (z. B. in Münster), halte ich für wenig sinnvoll. Die Nachfrage wird steigen, wenn die Technik vorhanden ist. Was will jemand mit VDSL 50 derzeit mit FTTH? In absehbarer Zeit wird sich das ändern, nur dann ist die Technik wieder nicht verfügbar. Oder nur dort weiter auszubauen, wo die Kommunen mit kooperieren, halte ich ebenfalls für verkehrt. Es gibt sicher viele Kommunen, die sich weniger aktiv um schnelles Internet bemühen oder es nicht einsehen, Geld darin zu investieren. Der interessierte Endkunde bleibt dann im Regen stehen.

    FTTH würde dagegen viel besser dort ankommen, wo es dringender benötigt wird. Dort den Ausbau forcieren, Interessenten sollten sich mancherorts schnell finden, ggf. mal das Thema bekannter machen. Der Unmut über langsames Internet ist weit verbreitet – die Möglichkeit, durch Vorregistrierung den Ausbau zu beschleunigen, hingegen nicht.

    Beste Grüße

    Pascal

    P.S.: Ist es möglich, die DSL/VDSL/FTTH-Verfügbarkeitskarte wie die Verfügbarkeitskarte “Funkversorgung Inland” um eine “3 Monatsplanung” zu erweitern?

  23. Dennis sagt:

    Wir müssen uns damit abfinden das wir kein schnelles dsl kriegen aufm leute die aufm lande wohnen ok bekomme jetzt 6000 ram am 1.8 aber ich verstehe nicht warum die so lange dafür brauchen

  24. Patrick sagt:

    Wenn ich hier sowas lese wie “1km glasfaserausbau kostet 50000€ das müssen wir auch erstmal wieder einnehmen Krieg ich Plaque ” wir bezahlen doch schon wovon ihr Profit macht also nehmt ihr das ja schon quasi im vorraus ein … also solch dämliche antworten könnt ihr euch sparen… lte ist keine alternative zu DSL 786 da nach den 10gb es noch langsamer wird…. und 10gb bei den Updates von Treibern etc. Ist nix -.-

    • Michael Rack sagt:

      50.000 EUR für einen Kilometer. Sind da die Provisionen aller Beteiligtem aus dem Unternehmen der Telekom schon mit einberechnet? Ihr spinnt doch!

      Ich arbeite bei einem regionalen Glasfaser-Anbieter und dort fragen wir uns alle, was in euren 50.000 EUR pro Kilometer alles einberechnet wurde!

  25. Ralf sagt:

    Schade, dass alle DSL Provider in Hamburg den neuen Stadtteil Hafencity nicht wahrnehmen, weil hier geht fast nirgends VDSL, Geschweige denn Glasfaser-Internet bis ins Haus. An der Kaufkraft für die teureren Tarife soll es hier nicht scheitern. Aktuell muss man hier auf Kabelanbieter ausweichen, um eine vernünftige Geschwindigkeit zu erhalten, dabei hätte ich viel lieber Telekom VDSL für den höheren Upstream. Naja vielleicht passieren ja noch Wunder. Zumindest werden die Straßen hier ja regelmäßig aufgerissen (größte Baustelle Europas) und vielleicht verirrt sich dann ja mal ein Glasfaserkabel hierher ;)

  26. Henning sagt:

    “Bäng!” macht bei uns im Dorf nur das knallen der hunderte von Kündigungsschreiben an die Telekom, die uns mit dem A… Nicht angucken. Jetzt kommt Glasfaser via Stadtwerke. “Bäng!”

    • TEICHMANN sagt:

      Es sollte nochmal erinnert werden ,dass die damalige deutsche Bundespost(heute Telekom) ca.13 Millarden Steuergelder in den Aufschwung Ost Investiert hat.1997 war die Digitalisierung beendet.Seit dem hat sich in vielen Gebieten nichts weltbewegendes getan.Das vorhandene Übertragungsnetz kann mit dem technischen Fortschritt nicht mehr mithalten.aber da gibt es nur einen der das ändern kann ,die Telekom selbst.Nicht der Kunde hat die Bringepflicht Unterlagen zu beschaffen welche Übertragungsart und welche Datengeschwindigkeit in der Gemeinde benötigt wird,sondern die Telekom hat die Pflicht in ihrem geschäftlichen Interesse die Erhebungen selbst zu veranlassen und nicht auf die Gemeinden abzuwälzen,die mit vielen anderen internen Problemen kaum Licht am Tunnelende sehen.

  27. Jürgen sagt:

    Tja, ein Jahr ist es nun her, dass ich meinen letzten Beitrag gepostet habe. Mit dem Ergebnis, dass ich doch für (sehr) viel mehr Geld auf eine Verbindung aufrüsten kann, die es in sich hat: Company Connect!
    Respekt!
    Wenn ich die Kosten hochrechne, kann ich mir dafür in absehbarer Zeit eine eigene Glasfaserleitung legen lassen.
    Mein Fazit: Kabel D ist fleißig am Erschließen – auch in Regionen, die von der Telekom als unwirtschaftlich ausgemustert wurden – und werden wahrscheinlich bald auch in unsere Region vorstossen. Dann kostet ein echter (!) Flatrate-Anschluss ~ 40,- pro Monat und es werden wohl viele davon Gebrauch machen.
    Zum Thema LTE: es gibt offensichtlich immer mehr Nutzer mobiler Endgeräte. Die werden auch kräftig beworben. Sollen ihre Daten der Cloud überlassen. Werden das mit dem derzeitigen Tarifmodell (->Drosselung auf 384/64 Bit) dann schnell bleiben lassen oder zu einem Anbieter wechseln, der dieses “Nutzerverhalten” nicht abstraft.
    Oder sehe ich das falsch?

    • ztfzt sagt:

      Nein das siehst du richtig!
      Absolut sogar!
      Bin auch seit April 2011 in der Glasfaserinteressentenliste eingetragen.
      Seit dem sind die Server tot.
      Ob die Liste noch existiert? Schubfach sowieso, Kellerraum sowieso?
      Alles belanglos!
      Wichtig ist nur, dass uninteressante, kleine Flecken von Deutschland mit Glasfaser umworben werden.
      Aber richtig ausbauen tun die nie. NIE!

  28. Abtrünniger sagt:

    Ich bin sehr sehr Dankbar, dass bei uns (Bauerbach nahe Marburg) mitlerweile die Stadtwerke im alleingang ftth ausbauen.Die Telekom wollte sich nicht einmal daran beteiligen. Einzige Aussage war: stellt ihr das Netz, dann stellen wir den Service. An sich ist kein Unternehmen in der Pflicht einen Dienst anzubieten, aber die Telekom stellt meiner Meinung nach eine Ausnahme dar, da sie aus der Bundespost hervorging und schon von Anfang an eine Infrastruktur zur verfügung hatte, die aus Steuergeldern finanziert wurde. Wäre sie bei Null gestartet, hätte ich vollstes Verständnis dafür, dass Gewinnmaximierung betrieben wird, da dem aber nicht so ist, haben sie eine Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber, gerade in den Regionen, in denen sie Geld für Telefonleitungen kassieren, die noch aus Bundespostzeiten liegen. Hier verlangen sie für völlig veraltete Technik Preise, die mit einem neuen Standard obsolet wären. Sie verarschen ihre Kunden und wissen das auch. Möchte man den Anbieter wechseln, dann kommen die Telekomtechniker erst zum fünften vereinbarten Termin, um die letzte Meile für die Konkurrenz freizuschalten. Das heißt, die arbeitende Bevölkerung ist angeschmiert. Hier wird die, nicht in Eigenleistung erarbeitete, Monopolstellung der “letzten Meile” deutlich missbraucht. Letzte Dreistigkeit sind die neuen Drosselungsverträge. Hier wird wieder mal für einen Standard mehr Geld verlangt, der in einer nicht verzerrten freien Marktwirtschaft nicht möglich wäre. Entweder wird sich die Telekom ihrer Sonderstellung bewusst und handelt auch verantwortungsvoll oder ihr sollte das Monopol auf die letzte Meile staatlich entzogen werden.

    Mit nicht ganz so freundlichen Grüßen und dem zwinkernden Auge, da in unserem Haus nun endlich jegliche Telekomanbindungen gekappt werden. Tüdelü

    • Abtruenniger sagt:

      Für alle, die es noch interessiert, vorher war der Standard bei der Hälfte des Dorfes unter 500 Kbit/s, andere Hälfte ISDN. Als Alternative gab es Richtfunkanlagen, die auch von den Stadtwerken organisiert waren aber mit bis zu 2 Mbit und Volumenbegrenzung (hier aber auf Grund von begrenzter Sendekapazität gerechtfertigt) auch nicht wirklich schnell oder geeignet für größere Unternehmungen.

      In einer Teilsubventionierten Baumaßnahme, bei der ein Teil der Kosten durch die Bürger getragen wird, bauen nun die Stadtwerke die Glafaserinfrastruktur aus, bei der das Dorf angebunden und das Haus direkt über Glasfaser eingebunden wird, wodurch eine Unabhängigkeit des Telekomnetzes entsteht. Vielleicht könnte dieses Modell in anderen Regionen Deutschlands ebenfalls funktionieren, wenn sich Bürgerinitiativen mit genügend Interessenten bilden, da von Seiten der Telekom keine Besserungen in den ländlichen Regionen zu erwarten sind.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


8 − = 2

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Mitteilen

Schlagworte

Getaggt mit:

Themenverwandte Artikel