Das Ende der “Bill Shock” Ära?!

by Louis Beche / flickr

Haben wir nicht alle schon mal einen „Bill Shock“ erlitten?! Den Schockzustand, wenn man die Mobilfunkrechnung aufmacht und einen Betrag erblickt, der eher für den Urlaub selbst draufgehen sollte als fürs mobile Telefonieren. Jüngst ereilte es mich nach einem Pariswochenende: Eigentlich wollte ich mich per Google Maps App doch nur noch mal schnell zu den leckeren Macarons von Ladurée lenken lassen –und dann entpuppte sich der Weg dahin als  teuerer als die süße Köstlichkeit selbst. Und die kosten schon ein Vermögen. Gut, ich hatte dann im Zuckertaumel leider auch vergessen, das Daten-Roaming wieder auszustellen…

Was würde ich doch dafür tun, wenn ich all meine lieben Apps auch im Ausland verwenden könnte. Offline sind die meisten ja nicht brauchbar. So ein bisschen über Facebook Places angeben, dass man sich gerade auf  den Malediven in der Sonne räkelt. Oder per Email die ersten Fotos in die Heimat schicken und im Internet surfen, ohne auf die warnende SMS zu warten, dass man das Kontingent schon erschöpft hat.

Auch unser Technikvorstand Edward Kozel hat erkannt, dass unsere Kunden im Kontakt mit der vernetzten Welt sein wollen, und dass sie darauf auch im Urlaub nicht verzichten wollen, so sagte er es auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Aber es muss einfach sein – und mit einfachen Lösungen tun wir uns manchmal echt schwer.

Bisher ging man auf Nummer sicher, indem man vor Überschreitung der Landesgrenze am besten das Daten-Roaming gänzlich ausgeschaltet hat. Da konnte nix passieren – das war einfach, aber leider nicht gerade modern. Diesen Stress soll man in diesem Sommer  nicht mehr haben: Sobald man fremden Boden betritt werde ich als Kunde dann per spezieller Landing Page oder SMS „alarmiert“ wenn es ins Internet geht und zur Buchung aufgerufen. Und dann muss ich erstmal sagen wie ich denn gerne im Internet unterwegs wäre und werde fortlaufend über den Verbrauch informiert. Soweit so einfach. Damit hat der Kunde erst mal die Kontrolle.

Und hier kann man schon mal sehen, wie es funktioniert.

Zur Auswahl stehen Tagespässe mit 10 und 50 MB und ein Wochentarif von 14,95 Euro. Der Wochentarif soll die erste Daten-Roaming Flatrate in der EU sein, mit der nahezu unbegrenztes Surfen im Ausland möglich wird. Wie bei vielen Inlandsangeboten ist ein Speed Step Down auch hier möglich, heißt es wird langsamer, wenn man viel saugt. Letzteres hört sich umständlich an, aber in Paris oder am Urlaubsstrand ein YouTube Video nach dem anderen gucken, dürfte die Ausnahme bleiben. Wie man mit 10 und 50 MB klar kommt, muss sich im Alltagstest zeigen. Aber es ist sicherlich ein erster Schritt bei dem Thema – war ja auch lange diskutiert.

Ich bin gespannt, wie einfach und reibungslos es dann ab dem Sommer losgeht.

Kommentare (2)

  1. NRauschkolb sagt:

    Am 1.6. finde ich weder die oben angekündigte Wochenflat im Online-Kundencenter noch die im Video gezeigte Roaming-App im Appstore (iPhone). Die Sommerferien im Rheinland-Pfalz und Hessen stehen vor der Tür, Barcelona war im Februar. Wie kann ich im Juni die Wochenflat nutzen?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


+ 7 = 8

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Mitteilen

Schlagworte

Getaggt mit:

Themenverwandte Artikel